Wir wollen unsere Stadt für Jung und Alt,
für Bürgerinnen und Bürger,
für Freunde und Gäste
zukunftsorientiert gestalten

Wohnraum

Schönes Wohnen in Heiligenhafen darf kein Luxusgut sein!!!!

Die eigenen 4 Wände oder eine moderne Mietwohnung

Mein Haus! - Die eigenen 4 Wände

Ein Eigenheim zu besitzen ist der Traum vieler Familien.

Doch der Erwerb einer Bestandsimmobilie ist kaum noch erschwinglich und die Steigerung der Grundstückspreise wird auch in den nächsten Jahren ein nicht mehr bezahlbares Niveau erreichen.
Der direkte Kostenvergleich der letzten Jahre (Quelle: immoscout) macht das Problem sichtbar:

2010 100 /qm 2013 110 /qm 2016 125 /qm

Aufgrund der Entwicklung Heiligenhafens ist es nicht unwahrscheinlich, dass man bereits im nächsten Jahr für ein Baugrundstück in einem neu erschlossenen Wohngebiet 150 /qm bezahlen muss.

Für viele Menschen ist dieser Preis kein Hindernis - in den Ballungsregionen unseres Landes zahlt man weit über das Doppelte für ein Grundstück und wer seine Eigentumswohnung in der Großstadt verkauft, leistet sich hier mühelos einen Neubau in Ostseenähe - und sticht damit die junge Familie aus Heiligenhafen aus.

Darum hat die BfH bereits einen Antrag zum bezahlbaren Wohnen auf den Weg gebracht, dessen Ziel unter anderem ein Förderprogramm für Einheimische ist bzw. jungen Familien von Außerhalb die Möglichkeit geben soll, sich in Heiligenhafen niederzulassen.

Eine genaue und vor allem wohl überlegte Definition der Förderbedingungen ist selbstverständlich ein sehr wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Warum ist die Bindung von jungen Erwachsenen an den Ort Heiligenhafen so wichtig?

Es ist an dieser Stelle ganz wichtig deutlich herauszustellen, dass es sich hier nicht um Altersdiskriminierung oder geringe Wertschätzung handelt, sondern dass wir versuchen eine Situation zu beschreiben, die in vielen Gemeinden Deutschlands mittlerweile erhebliche Probleme bereitet.

Junge Erwachsene gründen Familien und bekommen Kinder. Diese füllen nicht nur unsere Schulen und Kindergärten, sondern auch den Rest unserer Stadt mit Leben.

Vereine und Verbände profitieren ebenfalls von dem Zuwachs, insbesondere bei unserer Freiwilligen Feuerwehr spielt die Gewinnung von aktiven Mitgliedern eine besonders wichtige Rolle.

Über die Hälfte der Heiligenhafener Bevölkerung ist über 60 Jahre alt, was bedeutet, dass mit dem Eintritt eines Bürgers in das Rentenalter, der Stadt der Anteil an der Einkommenssteuer dieser Person verloren geht.

Wohnraum und Arbeitsplätze für junge Menschen zu schaffen, ist die einzige Möglichkeit, dem demographischen Wandel entgegen zu wirken.

Eine moderne Mietwohnung ist die Alternative zum Eigenheim...

...und Wohnungsfürsorge ist die klassische Daseinsfürsorge einer Stadt für ihre Bürger. Wir brauchen Wohnraum...

...denn Heiligenhafen wächst – das ist kein Geheimnis!

Nicht nur im touristischen Bereich hat sich unsere Stadt in den letzten 5 Jahren stark verändert – auch in den Bereichen Einzelhandel, Handwerk und Gastronomie geht es bei uns deutlich aufwärts.
Eine erfreuliche Veränderung, auf die unsere Stadt lange gewartet hat.

Doch dieses Wachstum benötigt Wohnraum zu erschwinglichen Mietpreisen. Nicht jeder Mensch kann und will Wohneigentum erwerben.

... für Jung

Wer sich beruflich verändern möchte weiß genau, dass er/sie nur einige Jahre an einem Standort arbeiten wird.
Der Erwerb einer Immobilie, sei es das 2-Zimmer-Appartement für den Auszubildenden oder die geräumige 4-5-Zimmer-Wohnung für die Familie des Hausmeisters oder der Büroangestellten mit ihren beiden Kindern, scheidet meist aus finanziellen Gründen aus oder lohnt sich aufgrund der mittelfristigen Verweildauer am Ort nicht.

... und Alt

Rund die Hälfte unserer Einwohner in Heiligenhafen ist über 60 Jahre alt.
Auch ein großer Teil dieser Bevölkerungsgruppe möchte sich gerne umorientieren:
etwas Kleineres, etwas Barrierefreies, etwas Moderneres.
Gespräche mit dem Seniorenbeirat und dem Beauftragten für behinderte Menschen des Kreises Ostholstein untermauerten diese Aussagen einzelner Bürger.
Auch von ihnen erhält kaum jemand mehr einen Kredit für eine Baufinanzierung.

...modern

Was die Masse der sogenannten Wohnungsbaugesellschaften anbietet, ist eine absolute Schande!!
Nur die wenigsten von ihnen halten die Liegenschaften für ihre Mieter in Schuss.
Dass sie von der Größe vielleicht nicht mehr zeitgemäß sind, ist nicht Brennpunkt der Diskussion. Durch Schimmelbefall oder Feuchtigkeit besteht in vielen Fällen sogar ein gesundheitliches Risiko für die Bewohner.

In anderen Fällen klagen die Mieter über unglaublich hohe Heizkostenabrechnungen, weil sich ihre Häuser energetisch noch auf dem Stand von 1950 befinden.
Weder von Wärmedämmung des Mauerwerkes, noch dichten Fenstern und Haustüren ist hier eine Spur - wo es so zieht, kann es wenigstens nicht schimmeln!

Es geht auch anders:
Moderne Mehrfamilienhäuser haben gedämmte Außenmauern und Fenster mit 3-fach-Verglasung, welche nicht nur vor Kälte, sondern auch vor Lärm schützen.
Auch die Haustüren und Wohnungseingangstüren sind heute so, dass man nicht bereits vor Öffnen spürt, wie kalt es draußen ist oder wer bei den Nachbarn zu Besuch kommt.

Regenerative Energien sollten überall eine Rolle spielen: Die Sonne ermöglicht es, zwischen Mai und Oktober kaum auf Brennstoffe zurückgreifen zu müssen, um Brauchwasser zum Duschen oder Baden zu erhitzen. Hier werden spielend Temperaturen von 70 Grad und mehr erreicht - das sichert eine bakterienfreie Trinkwasserversorgung.

Ebenfalls kann hier Strom für das ganze Haus produziert werden – der Überschuss wird in das Netz eingespeist und an den Energieversorger verkauft. Der Erlös kommt der Hausgemeinschaft zu Gute.

... qualitativ ansprechend

Jeder Mensch wünscht sich ein schönes Zuhause!
Eine Wohnung, die dem Menschen von heute so etwas bietet, ist hell und geräumig.
Sie ist mit einem Fahrstuhl zu erreichen, welcher es problemlos ermöglicht, den Kinderwagen mit in die Wohnung zu nehmen, den Großeinkauf für den Verwandtenbesuch zu transportieren oder auch nach einer Sportverletzung oder im Alter noch in das Zuhause zu gelangen.
Jede Wohnung benötigt mindestens einen Parkplatz – und zwar nicht irgendwo im öffentlichen Verkehrsraum oder gar auf dem Fußweg oder der Grünfläche daneben.
Die Tiefgarage bietet eine sichere Möglichkeit das Fahrzeug abzustellen und das mit Hilfe des Fahrstuhls nur wenige Schritte von der Wohnung entfernt.
Spielgeräte für Kinder befinden sich in unmittelbarer Nähe vor dem Haus, sodass auch die Kleinen etwas davon haben und Mutti oder Papa sie auch mal vom Küchenfenster beaufsichtigen können.

...und bezahlbar!!

Am Ende muss die Rechnung immer aufgehen – nicht nur um Rücklagen für Reparaturen und Erneuerungen zu gewährleisten, sondern auch um dauerhaft stabile Mietpreise garantieren zu können.
Das ist möglich!!

Das Fazit:

Wenn die privaten Wohnungsbaugesellschaften es nicht schaffen, diese Anforderungen für ihre Mieter zu erfüllen, dann sollten sie es besser ganz lassen.

Und wir können es besser:

Mit der Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft haben wir es selbst in der Hand.

- Ansprechpartner vor Ort
- das Geld bleibt in der Stadt
- Belegungsrecht bei der Stadt (keine Zweitwohnung, keine Ferienwohnung) - behördliche Aufsticht bzw. Steuerung durch städtische Organe

Bereits im Dezember wurde ein Antrag der BfH für bezahlbaren Wohnraum positiv in der Stadtvertretung beschieden.

Wie geht es jetzt weiter?

EFH

-> Ankauf / Bestimmung von Flächen, die für die Erschließung von EFH-Grundstücken in Frage kommen
-> Definition des „Förderprogramms“ mit anschließender Ausschreibung
-> Aufnahme des Bauleitplanverfahrens

-> Verkauf der Grundstücke

Mietwohnungen

-> Ankauf / Bestimmung von Flächen, die für die Bebauung mit Mehrfamilienhäusern in Frage kommen
-> Prüfen, ob und unter welchen Bedingungen die Gründung einer Kommunalen Wohnungsbaugesellschaft zum Erfolg führt oder andernfalls ein Intressenbekundungsverfahren durchführen, um Partner für die Umsetzung zu gewinnen

-> Aufnahme des Bauleitplanverfahrens

Hilfe von der Bundesregierung soll es zusätzlich geben:

Laut „der Welt“ vom 12.02.18 sollen junge Familien mit einem Baukindergeld von 1200 Euro pro Kind und Jahr unterstützt werden.
Damit sollen Familien, denen bisher der finanzielle Spielraum fehlt, beim Bau eines Eigenheims unterstützt werden.

 

Dringlichkeitsantrag_bezahlbarer_Wohnraum.pdf

Ergänzender_Antrag_zum_bezahlbaren_Wohnraum.pdf

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