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"Petri Heil" zum Erdimo ...

.. oder wie Kapitän Thomas Deutsch (MS Einigkeit) bei der BfH über das Angelverbot berichtet hat ...

"Anfangs dachten wir, es ginge hier um eine gute Sache - um den Fischbestand in unserer Ostsee...", so der Vorsitzende der Bürger für Heiligenhafen, Florian Kinnert.
"Doch je mehr man sich mit der ganzen Geschichte beschäftigt, desto größer wird das Kopfschütteln über die Maßnahme, die hier so mir-nichts-dir-nichts seitens der SPD Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit Barbara Hendriks verhängt wird."

Kurzum:
Es geht hier um ein Verbot der Freizeitfischerei vor unserer Haustür - nicht um gewerblichen Fischfang, sondern um Angeln!

Es geht hier nicht um die Fangquoten!
Um eine Erholung des Fischbestandes zu gewährleisten, hat man bereits zum 01.Januar 2017 für nächsten drei Monate ein sogenanntes "bag limit" gesetzt.
Das bedeutet, dass in der Zeit vom Januar bis März nicht mehr als 3 Fische in der Tüte eines Anglers landen dürfen, in der restlichen Zeit des Jahres sind es ganze 5 Fische, die dem Freizeitfischer hier zugesprochen werden.
"Auch wenn sich in der Hochsaison solche Zahlen kaum erreichen lassen, haben wir dennoch der Vorgabe zugestimmt, um unseren guten Willen zu zeigen. Auch uns ist natürlich daran gelegen, dass die Ostsee nicht leergefischt wird; immerhin ist das das Auskommen und die Zukunft unserer Familien", stellt sich Thomas Deutsch vor die gesamte Flotte.

Die wirtschaftlichsten Verluste der Freizeitfischerei lassen sich seit Anfang des Jahres auf ganze 70% beziffern. Es hat bislang einen gewaltigen Einbruch gegeben, welcher sich nicht über einen längeren Zeitraum kompensieren ließe.

Wer jetzt glauben möchte, dass (wie so oft) die EU an allem dem Schuld trage, der irre, denn Brüssel hat lediglich gefordert, dass die Staaten mehr Naturschutzgebiete ausweisen.

Berufsfischerei, Wassersport und auch der gewöhnliche Seeverkehr in diesem Bereich, wie zum Beispiel Frachter, Tanker oder Kreuzfahrtschiffe bleiben hiervon unberührt.
Lediglich die Angelflotten sind hiervon belastet.

Dass es sich jetzt ausgerechnet um das Angelrevier der ostholsteinischen Freizeitfischer handeln muss, ist somit reine Willkür der Bundesministerin - verbieten um zu verbieten!!

In der Landesregierung habe man dieses Verhalten - ebenso wie bei den Betroffenen - mit blankem Kopfschütteln aufgefasst, jedoch fehlt hier offenbar der nötige Druck nach Berlin.
In Mecklenburg-Vorpommern sieht es ähnlich bescheiden aus:
Der anfänglich energisch gefasste Versuch etwas bewegen zu wollen verlor nach kurzer Zeit ebenfalls den nötigen Nachdruck - auch von dort aus lässt das Ministerium um Frau Hendriks nicht mit sich reden.

Bei den Bundestagsabgeordneten aus der betroffenen Umgebung wurde laut dem dem Newsletter der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein MBH EGOH folgendermaßen Stellung bezogen:

"Während Frau MdB Bettina Hagedorn (SPD), die Ankündigung von Angelverbotszonen in der AWZ (ausschließliche Wirtschaftszone) ohne inhaltliche Substanz verteidigte, bezog MdB Ingo Gädichens (CDU) klar Stellung gegen Angelverbote."

Leute, es wird eng!!

Wer noch immer glaubt, dass sie oder ihn als Heiligenhafner die Handlungen der Bundespolitik nichts angehen, die mögen doch bitte bedenken, dass es DER HAFEN UNSERER STADT ist, der zukünftig ohne Angelkutter, ohne ihr Aus- und Einlaufen und ohne die den Angeltourismus begleitenden Geschäfte daliegen wird - einen weiteren Rückschlag nach Verlust der Butterfahrten (Juli1999) verkraftet unser Kommunalhafen auch nach 18 Jahren nicht.

Nach wie vor gibt es bis heute keine nachvollziehbaren Gründe gegen das Angelverbot!


Quellen:
Newsletter EGOH April 2017
Wikipedia

Links zum Thema:

Thomas Deutsch, Kapitän der MS Einigkeit
https://youtu.be/bfLGo2lvbvY


Claus Hartwig Kölln, Einzelhandel Heiligenhafen
https://youtu.be/pjhOl3j2EnE


Michael Eisele, Dieter Eisele sea-fishing
https://youtu.be/rCSdU0BHhv0


Manfred Wohnrade, Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) Tourismus
https://youtu.be/du_-UI_j73c

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